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Der IC Dresden - Hannover ist bestimmt ein alter Interregion-Wagen mit diesem blöden Treppen, oder?

Niederflurfahrzeuge oder hohe Bahnsteige für ebenen Einstieg wie bei der S-Bahn in Berlin oder Hamburg wirst Du im deutschen Fernverkehr nicht vor die Nase bekommen. In den nächsten fünfzig Jahren garantiert nicht und danach ist es noch immer unwahrscheinlich. Das Lichtraum- und Fahrzeugumgrenzungsprofil gibt Bahnsteige mit Höhen über 760mm nicht her. Sonst gäbe es Einschränkungen im Betrieb mit anderen Fahrzeugen, insbesondere im Güterverkehr. Der Wagenboden eines gewöhnlichen Reisezugwagens liegt bei gut 1200mm über Schienenoberkante. Ohne Tritte wird es also nicht abgehen, mal abgesehen von den in den nächsten Jahren erwarteten Doppelstockwagen für die Fernbahn. Auch da wird es Stufen geben müssen, die Wagen müssen an Bahnsteigen mit 380, 550 und 760mm Höhe halten können und außerdem ist beileibe nicht jeder Bahnsteig so hoch, wie er sein sollte. Dass die Bauart der Tritte was mit den Kräften im Bodenrahmen und der schon lange nicht mehr zeitgemäßen europäischen Schraubenkupplung mit den Seitenpuffern zu tun haben, habe ich schonmal geschrieben. Flacher geneigte Einstiege sind nur bei Fahrzeugen ohne die Puffer möglich.
Bislang laufen zwischen Hannover und Dresden die im Schnellzugdienst im Binnenverkehr üblichen Wagen mit Drehfalt- und Schwenkschiebetüren. Die Türbreite dürfte in den Steuerwagen noch am günstigsten sein. Welcher Mittelwagen mit Laderaum in welchem Zug läuft, ist kaum vorherzusagen. Gut möglich, dass Ihr mit einem IR-Wagen klarkommen müsst. Umso höher der Bahnsteig, umso einfacher ist das Verladen.
Zum wiederholten Mal die dringende Empfehlung: jeder soll sein Fahrzeug selber verladen, und zwar alleine. Dann bleibt kaum mal irgendwas hängen. Drei ziehen und vier schieben, das führt nur zu Chaos und Verspätungen.
Über die »Talent 2« der Baureihe 442 wurde schon einiges geschrieben. Die Wagenbodenhöhe dürfte bei 760mm liegen, damit ist der Einstieg zumindest in Leipzig Hbf sowie in den Dresdener Fernbahnhöfen nieveaugleich.

Zwischen Leipzig und Halle verkehren zumindest bis Mitte Dezember bei der S-Bahn relativ neue Doppelstockeinzelwagen mit einer Einstiegshöhe von 550mm. Die Eilzüge über den Flughafen dürften derzeit ebenfalls mit Doppelstockeinzelwagen verkehren, aber mit umgebauten aus den Achtzigern und den Steuerwagen von 1992. Die Einstiegsverhältnisse sind dieselben.

Bei Halle–Kassel bin ich mir nicht sicher. Ein echtes System habe ich da nicht finden können. Rechnet mit Doppelstockeinzel- oder mit Mitteleinstiegwagen, letztere mit unangenehmen Einstiegsverhältnissen.