Dass jeder sein Fahrrad selber verläd ist sicher praktisch, aber in dieser Reisekombination unmöglich.
Und das ist auch gar nicht notwendig! Mein Tipp:
Räder bepackt bis an die Zugtür rollen (vorher eventuelle Packgurte schon lockern/ lösen), dann schnell die Taschen von den Rädern und einer rein mit den ersten zwei Taschen in der Hand, die anderen reichen die anderen Taschen rein. Derweil kümmert sich der- oder diejenige mit den meisten Kräften um die nun unbeladenen Räder und trägt sie nacheinander schnell rein, wo sie jeweils ein anderer übernimmt und einparkt bzw. erst einmal nur weiterschiebt.
Bei der Traube, die die vier um den Eingang herum bilden werden, kann sie kein Zugbegleiter übersehen und der Zug wird schon zwangsläufig warten (was aber vermutlich gar nicht notwendig sein wird, wenn sie die einzigen Ein-/Aussteigenden sein sollten). Das Taschen-Räder-Menschen-Knäuel im Zug kann man dann in Ruhe nach der Abfahrt des Zuges entwirren.
Mehrfach getestet, funktioniert - und die Bahn will schließlich, dass man sein Gepäck vor dem Einsteigen vom Rad abnimmt. Wir praktizieren das immer sehr gründlich.

Wir - mein 12jähriger Sohn und ich - können beide unser Rad nicht beladen in den Zug heben, haben aber inzwischen schon unzählige Bahn-Rad-Reisen unternommen, früher sogar mit Kinderanhänger, was die Verladesituation für mich als einzige Erwachsene in der "Reisegruppe" noch ein wenig erschwert hatte.
Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit, vorher bei der Bahnhofsmission des betreffenden Bahnhofs anzurufen und zu fragen, ob sie beim Einsteigen unterstützen würden. Habe ich früher so gemacht, als ich noch mit Kleinkind und Rad reiste.
Immer gut: Beim Einsteigen sofort andere Radler im Abteil um Hilfe bitten, sofern diese nicht gleich von selbst herbeieilen, wenn sie die Gruppe sehen. Wir haben auf unserer letzten Rückfahrt von einer größeren Reise gar ein ganzes Abteil Nicht-Radreisender mobilisiert, als der Zug in Göttingen einrollte und die Fahrradabteiltür sich als plötzlich als defekt herausstellte. Eine lange Kette von Mitreisenden hob und schob dann in Windeseile unter lauter verbaler Anteilnahme das gesamte Gepäck von vier Radreisenden und ihre Räder durch ein IC-Abteil.
Grüße,
Tine